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Nach 2-jähriger Pause konnte die Trachtenkapelle Hauerz mit der Konzertpremiere ihres seit zwei Jahren in den Startlöchern stehenden Dirigenten Hermann Schwarz am Ostersonntag in der Festhalle Hauerz endlich wieder ihr traditionelles Osterkonzert spielen, wenn auch in etwas reduzierter Form.

Dirigent Hermann Schwarz und seine Musiker konnten erst im Januar mit den Proben beginnen, als das Ende der Corona-Beschränkungen in Sicht kamen. „Osterkonzert XS“ nannte Ingrid Ritscher, die neben Dominik Müller, der vor dem Konzert die Begrüßung der Gäste – darunter Bürgermeisterin Alexandra Scherer, Pfarrer Stefan Maier, die Leiterin der Jugendmusikschule Bad Wurzach sowie Klaus Wachter vom Kreismusikverband – übernommen hatte und gemeinsam mit Daniela Buckenheu das Vorstandsteam des Musikvereines bilden, das Programm angesichts der kurzen Vorbereitungszeit. Denn lange stand nicht fest, ob das Konzert überhaupt stattfinden konnte. „Aber dafür war es ganz gut“, befand sie, als sie dem Dirigenten den wohlverdienten Geschenkkorb nach dem Konzert überreichte.

Gemeinsam mit sieben Jungmusikanten, die brennend ihrem ersten Einsatz entgegengefiebert hatten, bestritt die Trachtenkapelle Hauerz ihren ersten Konzertteil. Zum Auftakt hatte Dirigent „How To Train Your Dragon“ von John Powell aus dem Film „Drachenzähmen leicht gemacht“ ausgesucht. Mit dem rockig-opernhaften Queen-Klassiker „Bohemian Rhapsody“ des unvergessenen Freddy Mercury, der spätestens seit dem Film von 2018 auch bei den Jüngeren einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangt hat. Den ersten Konzertteil, der unter dem Motto „Jugend ist Zukunft“ stand, beendete die Kapelle mit „Disney’s Magical Marches“, im Arrangement von Eric Oesterling.

Den zweiten Teil des Konzertes, der unter der Überschrift „Konzertante Musik“ stand, eröffneten Hermann Schwarz und die Trachtenkapelle mit den Sätzen eins und drei von „A Little Concert Suite“ von Alfred Reed.
Die „Yorkshire Ballad“ von James Barnes hatte ihren Ursprung in der irischen Volksmusik, der Amerikaner Barnes verpflanzte die Handlung kurzerhand in die Ostenglische Grafschaft Yorkshire. Mit „A Klezmer Karnival“ von Philip Sparke erklang in der Festhalle in Hauerz dann „das Zusammenspiel von Fröhlichkeit und Melancholie“, wie Simone Ritscher erläuterte, die den ersten Teil des Konzertes ansagte, ehe Doris Schiedel das Mikrophon für die zweite Hälfte übernahm.

Klezmer ist ein traditionelles jüdisches Musikgenre, das bereits seit über 2.000 Jahren von Generation zu Generation weitergegeben wird. Mit der Auftragsarbeit, dem Konzertmarsch „Arsenal“ das von Jan van der Roost zum 50jährigen Jubiläum des Blasorchesters des belgischen Eisenbahnarsenals komponiert wurde, endete der konzertante Teil des Programmes.

Im dritten Konzertteil unter dem Motto „Unterhaltend“ luden die Musiker das Publikum auf eine Zeitreise zu Schlaghosen und Plateauschuhen: Abba, das legendäre schwedische Quartett, das 1974 mit „Waterloo“ beim „Eurovision Song Contest“ in Brighton den Durchbruch schafften und danach bis in die 80er Jahre Hit an Hit reihen konnte.

Mit „Abba Gold“ im Arrangement von Ron Sebregts zeigte heftiges Fußwippen und leises Mitsingen an, dass Hits wie Mamma Mia, Dancing Queen oder Fernando auch mehr wie vierzig Jahre unvergessen sind. Zu einem amüsanten Wettstreit und laut Expertenmeinung aus der ersten Reihe, „einem tollen Sound“ hatten die drei Posaunisten in „Happy Trombones“ von Walter Schneider ihren großen, vielumjubelten Auftritt.

Mit dem „Bergblütenwalzer“ von Alexander Pfluger, mit dem das offizielle Programmende eingeläutet wurde, und der Zugabe „Dorfmädchen-Polka“ zeigten die Musiker eindrücklich, dass sie in allen Spielarten der Blasmusik zu Hause sind.

Die gebührende Verabschiedung des langjährigen Dirigenten Markus Mikusch musste wegen Krankheit des Protagonisten auf einen anderen Termin verschoben werden.